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Segen erlangen vs. Gesegnet sein

Segen – Definition

Segen haben bedeutet Gott die notwendige rechtliche Erlaubnis zu geben über einen bestimmten Bereich über eine bestimmte Zeit u.U. auch mit Einschränkung zu herrschen.

Segnen ist demnach eine Machtzuweisung. Beim Segnen findet eine Übertragung von Macht statt die nach erfolgten Segen herrschen kann. Segen wird deshalb auch meist nur dann vergeben, wenn davon auszugehen ist, dass der Gesegnete im gleichen Sinne wir der Segensgeber regiert.

Wenn wir als Christen in Christus Bereiche der Welt segnen – seien es Menschen oder andere Dinge, dann heißt das in erster Linie dass wir die Macht über diesen Bereich Gottes in Gottes Herrschaft legen, weil wir in uns selber rechtlich die Herrschaft Gottes anerkennen und darüber den Segen weitergeben.

Ein weitere Charaktermerkmal ist dass man weder Segen noch Fluch nicht ohne weitere entgehen kann. So wie dem gesegneten alles zum besten dient, so verhält es sich auch mit dem Fluch. Weder Segen noch Fluch hat etwas mit eigener Anstrengung zu tun und ist losgelöst von

Segnen kann jeder, der eine herrschende Position hat -d.h. derjenige der Machtbefugnisse hat und daher Weisungsbefugnis über Menschen oder einen bestimmten Bereich.

Oftmals ist es auch schwierig Segen von Fluch zu unterscheiden, denn zunächst heisst Segen nur dass jemanden Macht übertragen wird. Wie dann diese Macht sich auswirkt ist ofmals nur dann zu sehen, wenn man Sinn uns Absichten dahinter versteht.

Wenn wir als Christen z.B. unserer Feinde segnen, dann heisst das nicht dass es ihnen deswegen im irdischen Sinne gut gehen wird. Sonder es bedeutet dass Gott die Macht durch uns benutzt beim Feind – auf welche Art auch immer – eingreift. Wie sich das äußert liegt normalerweise zunächst verborgen.

Um dem hierarchischen System und dem Zeugnischarakter, sei er positiv oder negativ, sei er Segen oder Fluch zu entgehen, d.h. diesem ererbten Prinzip nicht zu unterliegen dass unser Leben prägt, müssen wir erkennen was der Unterschied ist zwischen Segen haben und Gesegnet sein ist. Dass ein Fluch schlecht für unser Leben ist leuchtet ein, allerdings wird heute das Wort Fluch in diesem Zusammenhang selten verwendet, denn wenn eines Leben ungünstig verläuft, so wird oft argumentiert dass derjenige hätte ja selbst daran Schuld. Obwohl dies der Fall sei kann man aber nicht daraus folgern dass er seinem Umstand entgehen kann. Meist versuchen Menschen unter Fluch verzweifelt ihre Lage zu verbessern, scheitern aber früher oder Später, weil sie ähnlich wie man der Schwerkraft nicht entgehen kann, einem Fluch nicht entgehen kann, es sei denn man nimmt Jesus Christus an.

Menschen in hierarchischen System religiösen Systemen unterliegen oft auch einen folgenschweren Irrtum, denn auch sie verwechseln oft den Segen des altenen Bundes (hierarchischen System) mit dem gesegnet sein in Christus des neuen Bundes (Netz). Der Segen in hierarchischen System hängt von einer Position, einen Pfarrer, Pastor oder Leiter ab, das gesegnet sein ist ein Zustand der mit der Annahme von Jesus Christus einhergeht. Solch ein Mensch muss nicht mehr gesegnet werden von Position und er lässt sich auch nicht mehr segnen, weil er ein Gläubiger ist und glaubt und weiß dass er bereits gesegnet ist. Das ist ein sehr großer Unterschied – ob wir wissen dass wir gesegnet sind, oder ob wir wieder und wieder Segnungen hinterherrennen, als ob wir noch nicht gesegnet wären. Es ist ein Akt des Glaubens das „Gesegnet sein“ anzunehmen, während im hierarchischen System es ein Akt der Leistung ist. Daher versuchen viele Christen trotzdem zukünftigen Segensangeboten hinterherzurennen ohne das Bewusstsein zu haben dass sie bereits gesegnet sind und im Glauben dies annehmen sollten.

Wir Christen sollten also erkennen dass wir untereinander uns nach biblischer Lehre nicht Segnen können, weil wir bereits gesegnet sind. Und das sollten wir auch glauben um nicht mit eigener Kraft Segnungen zu erlangen. Wenn wir als Christen andere Christen Segnen bauen wir sonst eine Hierarchie auf und Überheben uns über den anderen Christen. Denn wer Segnet steht höher als der, welcher Gesegnet wird. Und wenn sich jemand Segnen lässt, dann akzeptiert er seine niedere Position. Dies lesen wir in Hebräer 7,7 wo Paulus erklärt dass Segen etwas mit dem Rang in der Hierarchie zu tun hat die auf der Erde herrscht. Deswegen sagt Paulus dass der niedrigere immer vom Höheren gesegnet wird.

Zweifellos wird aber immer der Geringere von einem Höheren gesegnet. Hebr. 7,7

Wie wir in Hebräer 7,7 sehen, geht Segen immer von übergeordneter Position aus. D.h. der Vater und die Mutter können die Kinder segnen. Die Kinder können aber nicht die Eltern segnen. Genaus verhält es sich mit den übrigen Positionen auf der Welt. Ein Lehrer kann die Schüler segnen. Ein Politiker kann die Menschen segnen über die er herrscht. Jede Position kann Segnen und natürlich auch Segen verweigern – was einem Fluch gleichkommt und den Bereich für Gott rechtlich verwehrt.

Wenn wir aber in Christus sind, dann können wir all das Segen was Positionsmäßig gesehen uns untergeordnet ist. D.h. wir können als Christen alles Segenen was der Welt und deren Positionen unterliegt. Das liegt daran, weil wir in Christus in die Familie Gottes aufgenommen wurden und durch den Geist Gottes daher direkten Zugang zu Gott haben. Rechtlich bedeutet das wir stehen in Christus über allen Positionen die nichts mit Gott zu tun haben. Unsere gläubigen Brüder und Schwestern sind alle auf der gleichen Position wie wir, wenn wir in Christus sind, d.h. wir können sie nicht Segnen, weil sie gesegnet sind, denn sie haben ja selber direkten Zugang zu Gott und gehören zur Familie Gottes. Wenn wir aber Mangel an Erkenntnis haben und Christen sich untereinander Segnen, dann kann es durchaus den Anschein haben dass Segen passiert. Der Grund dafür ist aber nicht das Gesegnet Sein in Christus sondern der Segen nach dem alten Bund, welcher ja auch eine Herrlichkeit hat.

So ist demnach der Segen oder Fluch in hierarchischen System der Segen der nach dem Prinzip des alten Bundes stattfindet. Obwohl dieser Segen auch eine Herrlichkeit hat

Segen nach dem alten Bund hat auch einer Herrlichkeit

6 Jetzt aber hat er einen vortrefflichen Dienst erlangt, insofern er auch Mittler ist eines besseren Bundes, der auf Grund besserer Verheißungen gestiftet ist.

7 Denn wenn jener erste Bund tadellos wäre, so wäre kein Raum gesucht worden für einen zweiten.

Hebräer 8,6

so ist er dennoch nur ein Schatten gegenüber dem Glauben des „gesegnet seins“ in Christus Jesus.

Gott handelt auf Glauben hin, wenn wir im neuen Bund leben. Segen könne wir aber auch Sehen wenn Geistliche Prinzipien eingehalten werden. Dies entspricht aber dann dem Wesen des alten Bundes.

Der Segen des alten Bundes ist nur ein Schatten

Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gehen wir mit großer Freimütigkeit vor und tun nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Söhne Israels nicht auf das Ende des Vergehenden blicken sollten. Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbe Decke auf der Verlesung des Alten Testaments und wird nicht aufgedeckt, weil sie nur in Christus beseitigt wird. Aber bis heute, sooft  Mose gelesen wird, liegt eine Decke auf ihrem Herzen. Dann aber, wenn es sich zum Herrn wendet, wird die Decke weggenommen. Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.

2. Kor. 3,12-18

Da wir in Christus davon ausgehen dass wir gesegnet sind, lassen wir uns nicht mehr segnen, sondern wir segnen diejenigen die noch nicht in Christus sind. Wir lassen uns nicht segnen, wir sind bereits gesegnet!

3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christo, Eph 1, 3-14

Man beachte hier die Zeitform. Das ist ein vollbrachter Akt. Das ist in begriff der Erlösung, weil wir nicht mehr Segnungen hinterherrennen müssen, wie es im alten Bund notwendig ist.

Das sollte uns bewusst sein, wenn wir hinaus gehen in die Welt um Christus zu verkünden. Wir sollten nicht der Lüge aufsitzen zu jeder geistlichen Veranstaltung zu müssen um Segen aufzusammeln. Wir sollten anerkennen dass Gott uns bereits in Christus gesegnet hat, wir mündig sind und unter uns Christen auf Augenhöhe miteinander Sprechen dürfen. Denn wir sind Brüder und Schwestern im Herrn. Wie sollten daher Umkehren und Gott um Vergebung für diese Art des Unglaubens bitten.

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