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Gerecht werden vs. Gerecht sein

Jede Position hat Weisungsbefugnis, und deshalb müssen diejenigen, welche unter Position stehen den angeordneten und verordnetet Regeln und Gesetzen gehorchen und das tun was angeordnet wird. Das heißt sie müssen der Postion und der damit verbundenen Regelwerke gerecht werden. D.h. sie sie müssen sich bei Zuwiderhandlung rechtfertigen. Das Recht zu fertigen heisst demnach anhand der Regeln zu beweisen dass sie rechtes gehandelt haben und nicht gegen das festgelegte Regelwerk verstoßen haben. Entscheidend dabei ist dass dem Sinn nach richtig gehandelt wurde, nämlich den Sinn dem die Position mit der Erschaffung des Regelwerks beabsichtigt hatte.

Wer unter Position steht muss sich zwangsläufig rechtfertigen.

Wir stellen also fest, dass jemand der unter Position steht sich grundsätzlich und ausnahmslos rechtfertigen muss, unabhängig davon ob das tatsächlich immer von der Position eingefordert wird.

Wer sich aber rechtfertigen muss ist nicht gerechtfertigt aus glauben. Er steht unter dem zwang des müssen, unter dem Druck gerecht zu werden, immer auf der Hut zu sein, gerecht zu bleiben, und er muss viel Aufwand in die Kenntnis setzen um Gerecht zu bleiben. Denn er muss alle bestehenden Gesetze kennen und dem Sinn nach im Sinne der Position handeln. Wer sich recht fertigt der rechnet. Viele werden zum Rechenmeister wenn es darum geht recht vor sich selbt und anderen zu rechtfertigen. Es wird Schuld angerechnet, es werden Gute taten aufgerechnet und es wird schlechte Tat verrechnet. Obwohl Gott uns gegenüber nicht rechnet, so scheint es viele Christen gibt die immer noch rechnen und damit richten und anrechnen gegenüber ihren gläubigen Geschwistern. Daraus entsteht streit, wenn die Rechnung der Rechtfertigung nicht aufgeht. Gegenüber Position zu Rechnen ist eine Notwendigkeit des hierarchischen System, wenn wir aber auf gleicher ebene als Brüder und Schwester agieren, so darf rechnen und anrechnen keinen Platz mehr im Leben eines Christen haben:

Jakobus 4, 11     rechnen, anrechnen, aufrechnen von Schuld – Rechenmeister

11 Redet nicht widereinander, Brüder. Wer wider seinen Bruder redet oder seinen Bruder richtet, redet wider das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter.

12 Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?

Wer also unter Position ist, sei es Leitung oder andere Autorität steht der ist noch nicht gerecht, und muss mit Schuld umgehen können, d.h. damit rechnen können, damit er von Fall zu Fall immer wieder recht zugesprochen kommen, und er unterliegt damit permanent dem Gericht der übergeordneten Position gleich einem Damokles Schwert.

Unter Position stehen und geforderte Regeln halten müssen birgt einen Fluch in sich, denn diese Forderungen nach einhalten der Regeln sind Gerecht und Richtig und die Forderung der Regelwerke und Gesetze der Positionen müssen jederzeit und vollständig erfüllt werden, um vor der Positon gerecht zu sein, anderfalls droht der Fluch der Ungerechtigkeit, also Schuld für die mehr oder weniger bezahlt werden muss:

10 Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!“

Galater 3,10 das Halten von Regelwerk, der drohende Fluch
11 Daß aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn "der Gerechte wird aus Glauben leben".

12 Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: „Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben“.

13 Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!");

Er wird also versuchen Gutes im Sinne der Position zu tun, und erhält ggf. Genrechtsprechung. Tut er hingegen Schlechtes, d.h. das was der Postion zuwider ist, wird ihm von der Position Gericht, Verurteilung und ggf. Strafe zugesprochen. Wenn wir ewig bei Gott wohnen wollen müssen wir Unschuldig, d.h. Gerecht sein. Es reicht also nicht aus gerecht zu werden, denn sobald wir sterben ist es notwendig dass wir garantieren dass wir gerecht sind. Wenn wir der permanenten Gefahr unterliegen würden dass wir Schuldig vor Gott sind, so können wir nicht bei Gott in seiner Heiligkeit bestehen. Der Versuch Gerecht zu werden ist zum Scheitern verdammt, egal ob wir selbst versuchen uns zu rechtfertigen oder gegenüber anderen uns Rechtfertigen:

Römer Kapitel 10, 1-3

1 Brüder! das Wohlgefallen meines Herzens und mein Flehen für sie zu Gott ist, daß sie errettet werden.

2 Denn ich gebe ihnen Zeugnis, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach Erkenntnis.

3 Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.

Römer 10, 4-5
Das steht das tun, die Leistung, die Arbeit im Fordergrund!
4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.
5 Denn Moses beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: „Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben“.

Wir sehen also dass wenn wir Gerecht werden gegenüber Regelwerken die von Position ausgehen wir und nicht der Gerechtigkeit Gottes unterwerfen. Wir erkennen dann diese Gesetze der Positionen an. D.h. wir akzeptieren z.B. die Regelwerke des Pastors, der Leiter, des Papstes in der Gemeinschaft von Christen, was bedeutet, dass wir in der Gemeinschaft diesen Positionen und den damit verbundenen Forderung ihnen Gerecht zu werden, d.h das zu tun was sie verlangen gerecht zu werden.

Das ist aber nicht Gottes Plan und der Wille für uns Christen wenn wir in Christus sind. Dies wird bereits in Hesekiel offenbart.

Hesekiel 36, 25
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch
von aller Unreinheit und von allen euren Götzen.
26 Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme
das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.
27 Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und
auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
28 Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein
Volk sein, und ich werde euer Gott sein.
29 Ich befreie euch von allem, womit ihr euch unrein gemacht habt. Ich rufe dem
Getreide zu und befehle ihm zu wachsen. Ich verhänge über euch keine Hungersnot

 

D.h. in Christus tut der Geist in uns dass wir Gott genügen. Wenn wir und hingegen von Positionen rechtfertigen, sei es ein Anführer egal welcher Art, dann folgen wir Menschen mit Position und fertigen unser eigenes Recht bezüglich dieser Position. Hier bewirkt Gott dass wir seine Gebote befolgen, es braucht also keine Gebote von Positionen mehr um deren Willen gerecht zu werden. Gott hat also durch den Geist Gottes in uns, also Christus in uns bewirkt, dass wir Gerecht sind und gegenüber keiner Position mehr gerechtfertigt werden müssen, d.h uns rechtfertigen müssen um gerecht zu werden. Das verschafft uns Freiheit, da wir bezüglich anderen Position grundsätzlich unschuldig sind, weil wir selbst von Gott gerechtfertigt sind. Diese Erlösung vom Gerecht werden müssen ist ein wichtiger Teil des Erlösungswerkes Jesu das er für uns am Kreuz bewirkt hat.

Titus 3,4

Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien,
5 errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht,
wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt
und Erneuerung des Heiligen Geistes,
6 welchen er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesum Christum, unseren Heiland,
7 auf daß wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben würden nach der Hoffnung des ewigen Lebens.

 

(c)  in Christus.

 

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